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Reisezeit: 6.2.2000 – 2.4.2000 Flug: British Airways (Berlin-Tegel – London – Bangkok – Sydney) Kamera: EOS 300 (28-80mm, 75-300mm) Auto: Ford Festiva (ca. 50 PS) Empfohlene Reiseliteratur: Lonely Planet – Australia Sonstige Ausrüstung: Zweimannzelt, Schlafsack, Benzin- und Gaskocher, Wanderschuhe etc. |
6.2.2000 - AbreiseEndlich!!! Diplomarbeit verteidigt, Studienzeit beendet, Rucksack gepackt - 8 Wochen Australien stehen meinem Kumpel Ingo und mir bevor. Eine Zeit, die wir niemals vergessen werden. Unser Flug startet 19.15 Uhr vom Flughafen Berlin-Tegel. British Airways hat versprochen uns sicher und pünktlich in Sydney einzufliegen - und hat ihr Versprechen gehalten. Um 21.40 Uhr setzen wir zu einem kurzen Zwischenstop in London Heathrow an. Kurz darauf geht's weiter nach Bangkok ... |
7.2.2000 - Über den Wolken... wo wir gegen 17.00 Uhr Ortszeit noch einen kurzen Stop einlegen. Zwischendurch haben wir die Ehre, das Pamirgebirge aus dem Cockpit der Boing 747 zu betrachten (mittlerweile unvorstellbar) - phantastisch. Langsam meldet auch der Körper erste Schwächen aufgrund der Dauersitz- und Dauertrinkveranstaltung an. Ingo’s physischer und psychischer Zustand ist stark geprägt vom vorabendlichen Cocktail bestehend aus Tetanus-, Hepatitis- und weiteren Vorsorgeimpfungen. (Tipp: Diese Impfungen einige Wochen vor der Reise durchführen lassen UND vor allem nicht alle auf einmal!). Aber auch meine Birne rächt sich für den Schlafentzug kombiniert mit der Bordbar durch Desinteresse des Gehirns für den wachen Körper. Da hilft nur noch dasitzen, lächeln und abwarten ... |
8.2.2000 - Bodenkontakt6.10 Uhr Ortszeit - das Flugzeug schmiegt sich sachte an die Landebahn an und lädt uns auf dem Flughafen Sydney ab. Erstaunlicherweise haben wir keinerlei Probleme mit unserem Gepäck bzw. dem Zoll. Gleich am Flughafen holen wir unseren fahrenden Untersatz Marke "Ford Festiva" aus dem Stall und satteln ihn für die bevorstehende Reise. Ein scharfer Blick direkt in die Frontscheinwerfer lässt grenzenlose Panik des Fords erkennen. Obwohl mein Kopf scheinbar immer noch 80% taubes Gehirn enthält, hab ich mich gleich todesmutig hinters Steuer geklemmt (zu Ingo's Entsetzen). Linksverkehr - welch eine Freude! Nach einigen Frontalattacken auf einheimische Autos habe ich mich dann doch auf das ungewohnte Verkehrssystem umgestellt. Nur das Einbiegen (nach links!) in den Kreisverkehr muss ich noch etwas üben ... Trotzdem haben wir es geschafft unser Gefährt ohne Beulen bis zum nächsten Supermarkt zu lenken, um uns am Kühlregal von den 50°Celcius Außentemperatur zu erholen und außerdem im Fordi den Supermarkt im Miniformat nachzubauen (zumindest was die Nahrungsmittel betrifft). Gut ausgerüstet geht’s gut 140 km an der Küste entlang Richtung Norden. Wir schlagen unser Nachtquartier auf dem Zeltplatz des „Toowoon Bay Tourist Park“ in The Entrance auf, um uns von den Strapazen der Reise erstmal zu erholen. Ein Bad im Meer und ein ausgiebiges Essen beleben unsere im Streik stehenden Körper wieder. |
9.2.2000 – Erste EindrückeDank der Zeitverschiebung komme ich endlich auch mal in den Genuss vor 12.00 Uhr mittags ausgeschlafen zu sein. Also nix wie raus aus dem Schlafsack – schließlich ist es ja schon 4.30 Uhr morgens!!! Heute steht unser erster Naturkontakt an. Dafür haben wir uns eine (sehr) kleine Runde im „Wyrrabalong National Park“ ausgesucht. Freudig begrüßt uns auch gleich eine ca. 1,5 m große Echse mit lautem Getöse (ohne Rücksicht auf unser schreckhaftes Gemüt zu nehmen). Der Aufregung nicht genug, beschließt Ingo heute seine ersten Linksfahrversuche durchzuführen – schließlich haben wir auch das überlebt und lassen den heißen Tag noch mit einem Bad im Meer ausklingen. |
10.2.2000 – Es gibt sie doch!Da ich mich nun einmal daran gewöhnt habe, stehe ich wieder gegen 4.30 Uhr auf und warte geduldig, bis die ersten Sonnenstrahlen über’s Meer kriechen. Heute führt uns die Fahrt über Newcastle und Dungog in den 210 km entfernten „Barrington Top NP“. Auf einem netten Zeltplatz im NP haben wir dann auch unser Lager aufgeschlagen. Ein kleiner Rundgang gibt uns den endgültigen Beweis, dass wir nun in Australien sind – wir sehen unser erstes Kangoroo. Wenn wir gewusst hätten, dass dieses Exemplar nur der Vorbote eines riesigen Völkerstammes dieser australischen Beuteltiere ist, wäre unsere Begeisterung etwas verhaltener ausgefallen. |
11.2.2000 – Die Natur ruft ...... und wir Trottel laufen los. 8.00 Uhr marschieren wir von |
12.2.2000 – Dangar FallsNach einem kurzen Abstecher in den „Burraga Swamp“ (na ja – bei besserer Sicht sicherlich sehr interessant) geht die Fahrt 400 km Richtung Norden. Ein Fahrtag muss halt auch mal sein. Nach einigen Kilometern noch über die Buckelpiste erreichen wir dann endlich die „Dangar Falls“. Da es mittlerweile stark regnet, wir Weicheier sind und die angrenzende Picknickhütte über einen Kamin verfügt, entschließen wir uns kurzerhand dieses Gebäude als Nachtlager zu missbrauchen. Bei diesem Wetter traut sich eh kein Ranger hier raus. Eine ordentliche Portion Chilly Con Carne sollte auch noch die letzten Eindringlinge vertreiben ... |
13.2.2000 - ... und es regnet immer nochTrotzdem unternehmen wir einen kleinen 12-km-Trip rund um die „Dangar Falls“– wer weiß, wann wir das nächste Mal wieder hier sind. Die Gegend ist wirklich zu empfehlen und bei schönem Wetter sind die Blicke auf die Falls schon einige Bilder wert. Anschließend geht’s nach Armidale, ein nettes mittelgroßes Städtchen. Den Rest des Tages vergammeln wir mit Kartenschreiben und der Reiseplanung für die nächsten Tage. |
14.2.2000 – New England NPEigentlich beginnt der Tag relativ sonnig ... aber dann! Den |
15.2.2000 – Angriff der SaugmonsterNachdem wir unsere Knochen wieder einigermaßen auseinandergefaltet haben und die Verspannungen sich zu lösen beginnen, wagen wir auch mal einen Blick aus dem Autofenster – es regnet (war doch klar – schließlich sind wir ja auch im Regenwald). Eisern, wie wir sind, schreckt uns das natürlich überhaupt nicht ab, um einen 6 km Marsch durch den „Dorrigo NP“ anzutreten. Allerdings müssen wir feststellen, dass auch andere Lebewesen sich bei diesem Wetter pudelwohl fühlen. Ein interessierter Blick auf meine Hand lässt mich erkennen, dass sich da irgendwas verändert hat. So einen schwarzen Auswuchs, der sich zudem noch bewegt, hatte ich doch vorher noch nicht!?! Nicht häufig genug gewaschen? Schlüpfen die ersten Larven in meinem Körper? Schaffe ich’s noch bis zum Auto?!!! Was soll’s – mal herzhaft an dem schwarzen Ding gezogen und weg ist es. Da dürfte doch das Schlimmste überstanden sein. Weit geirrt! Da wir unsere Neugier nicht stillen können, wagen wir es doch, nach der Wanderung uns unserer Kleidung zu entledigen – Sondermüll. Unser ganzer Körper (inklusive Hosen und Schuhen) ist mit diesen abartigen Blutegeln übersät. Die saugfreudigsten Exemplare haben mittlerweile schon eine Größe von einigen Zentimetern erreicht. Messer raus und schneiden (natürlich die Viecher!). Nach einigen Stunden Komplettreinigung gehören unsere Körper wieder uns allein. Sicherheitshalber lassen wir noch die Ranger vom „Rainforest Center“ an unserer Entdeckung teilhaben – es sind wirklich nur Blutegel. Die Aussichten sind natürlich weniger erfreulich – Dauerschäden behalten wir zwar nicht, aber den Juckreiz von den Bissen soll man angeblich noch einige Monate danach intensiv spüren. Die Ranger haben nicht zuviel versprochen! Mittlerweile verspüren wir doch ein stärkeres Bedürfnis nach Körperreinigung. So führt uns die Fahrt weiter auf einen Zeltplatz in Grafton. Auch die Sonne meint es dort gut mit uns – was den Egeln in unseren Klamotten zum Verhängnis wird. Bei brütender Hitze und greller Sonne gibt ein Vieh nach dem anderen auf und fällt als Dörrobst aus den Textilien. Wir sind zwar keine Sadisten – aber irgendwie lässt dieser Anblick eine gewisse Befriedigung in uns aufkommen. Jetzt haben wir uns erstmal ein leckeres Guinness verdient... |
16.2.2000 – Was für ein Ausblick!?!Heute weckt uns zur Abwechslung mal die Sonne. Neuer Tag – neues Glück. Für heute nehmen wir uns die „Besteigung“ des „Mt. Warning“ (1156m) vor. Vom Gipfel dieses Berges soll man angeblich den schönsten Blick Australiens genießen können. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Obwohl das Bergchen nur reichlich 1000m hoch ist, finde ich den Aufstieg schon recht anstrengend. Ein wenig klettern dürfen wir zum Schluss auch noch. Zu unserem Ärger haben sich die Wolken entschieden, heute mal in einer Höhe von ca. 700m rumzuhängen, d.h. im Klartext: auf dem Gipfel haben wir eine umwerfende Fernsicht von 5m. Naja – wenigstens waren wir mal oben.Auf der halben Strecke des Abstiegs begrüßt uns auch wieder die Sonne. Das Ziel unserer Tagestour ist die „Springbrook NP“. Unterwegs werfen wir noch einen kurzen Blick auf die „Natural Bridge“. |
17.2.2000 – Natur purEs ist 6.15 Uhr – die Sonne lacht! Zeit aus dem Schlafsack zu kriechen. Der „Springbrook NP“ wartet mit zahlreichen wunderschönen Wasserfällen auf. Wir genießen den Tag mit kleineren Wanderungen in diesem herrlichen NP. Da dieses Schutzgebiet bei den Touristen kaum bekannt ist, bleiben wir fast den ganzen Tag ungestört inmitten dieses ruhigen Fleckchens Erde. Am späten Nachmittag fahren wir dann doch noch zu unserem geplanten Ziel „Lamington NP“. Bei „Binna Burra“ übernachten wir auf einem netten Campingplatz. |
18.2.2000 – Schlangen!Nach dem gewohnt reichlichen Frühstück nehmen wir den 25 km
langen „Ship’s Stern Circuit“ in Angriff – ein mit herrlichen Aussichten |
19.2.2000 – Mt.Tibrogargan - „Berg des Todes“Nach einer unruhigen Nacht, bedingt durch unsere
liebeshungrig-lautstarken australischen Zeltnachbarn (muss wohl am Wetter |
20.2.2000 – Männerträume auf vier RädernDen Vormittag nutzen wir für ein ausgiebiges Sonnenbad
kombiniert mit einigen Sprüngen ins tosende Meer. Zur Belohnung dafür gibt es
einen ordentlichen Sonnenbrand kostenlos. Da wir am nächsten Tag der Sandinsel
„Fraser Island“ einen Besuch abstatten wollen, sind heute noch einige |
21.2.2000 – Erste HilfeMittlerweile (aber noch rechtzeitig) haben auch wir
mitbekommen, dass in Queensland die Uhren eine Stunde nachgehen. Immerhin
wollen wir heute nach „Fraser Island“ übersetzen. Also suchen wir „Inskip
Point“ verzweifelt nach dem gut markierten und auffällig gestalteten Landeplatz
der Fähre ab – Fehlanzeige. Wir lassen uns sagen, dass es reicht, seinen Blick
auf der offenen See schweifen zu lassen, die Fähre zu entdecken und den
vermutlichen Landeplatz des Wasserfahrzeugs zu erahnen. Irgendwann sucht dann |
22.2.2000 – Hartnäckige DiebeHeute heißt es schon 7.00 Uhr aufstehen und gleich
losfahren. Wir müssen die Zeit nutzen, solange noch Ebbe vorherrscht und der |
23.2.2000 – Einkaufsbummel im TestosteronshopNach den herrlichen Tagen in der Natur ist heute wieder mal ein Einkaufsbummel angesagt. In erster Linie benötige ich zwei Nachfolger für meine Ex-Schuhe. In Maryborough werde ich fündig. Ein Shop wie für’s Männerherz geschaffen - Outdoor pur! Ich habe Mühe Ingo zurückzuhalten. Kocher, Zelte (eher kleine Einfamilienhäuser), Messer und ähnliches Spielzeug aus Stahl., Angeln ... Ausgerüstet für mindestens ein Jahr Wildnis verlassen wir nach einigen Stunden widerwillig das Geschäft. Neben Regenhose, Kopflampe und Messer nehmen wir auch einige nützliche Dinge mit, wie z.B. eine neue Zeltstange für unsere lädierte Behausung und natürlich ein neues paar Wanderschuhe. Wir fahren über Childers und Gin Gin zum „Lake Monduran“. Dort finden wir einen sehr schönen (und kostenlosen) Platz zum Zelten. Leider können wir keinen Sprung in den herrlichen See wagen, da saisonbedingt aufgrund einer ansässigen, giftigen Algenart von solchen Abenteuern abgeraten wird. Wir trösten uns wieder mal mit reichlich Essen ... |
24.2.2000 – Batman foreverLangsam pendeln wir uns auf 7.00 Uhr für’s Aufstehen ein. |
25.2.2000 – Erstmal machen wir gar nix ... und anschließend ruhen wir uns davon ausDas schwülwarme Wetter hat uns eine unruhige Nacht beschert. Also fahren gleich früh nach Mackay und erholen uns am und im Pool eines sehr schönen Zeltplatzes. Den Nachmittag verbringen wir im Städtchen. Ein (penetrant) anhängliches Hundchen leistet uns auf dem ganzen Weg Gesellschaft – erst am frühen Abend können wir den Köter durch geschickte Manöver abhängen. Abends lassen wir es uns wieder mit reichlich Spaghetti und einigen Töpfen Wein unangemessen gut gehen. |
26.2.2000 – HochwasserDa es schon die ganze Nacht recht heftig regnet und sich der schon einige Tage anhaltende z.T. sehr starke Wind immer noch nicht gelegt hat, muss unsere am Vortag gebuchte Schnorcheltour am „Great Barrier Reef“ leider ausfallen )-: Zum Glück bekommen wir wenigstens das Geld zurück. Frustriert steigen wir in den Fordi. Eigentlich haben wir geplant, noch weiter in den Norden vorzustoßen. Allerdings müssen wir erkennen, dass dieses Vorhaben aussichtslos ist. Großflächige Überschwemmungen haben sämtliche Straßen nördlich von Mackay unbrauchbar gemacht. Der Wetterbericht verheißt keine Besserung – im Gegenteil, die Lage soll sich noch verschlimmern (und das hat sie auch gemacht). Also bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Wege wieder Richtung Süden zu lenken. Die Route führt uns weg von der Küste über Clermont, Emerlad schließlich nach Springsure. Direkt neben einer (der?) Tankstelle dieses kleinen Städtchens finden wir einen phantastischen Zeltplatz. Mittlerweile stabilisiert sich das Wetter wieder (zum Glück auf trockenem Niveau). Am Lagerfeuer lassen wir den Tag mit einem großen Pott Tee ausklingen. |
27.2.2000 – Die VögelOhrenbetäubendes Geschrei reißt uns aus dem Schlaf.
Panikartig verlassen wir das Zelt um nach dem Rechten zu schauen. Den Anblick, |
28.2.2000 – Nochmal Glück gehabtFür den heutigen Tag haben wir uns eine 24-km-Wanderung vorgenommen. Der Treck führt uns erst ins „Amphitheatre“, zum „Wards Canyon“, vorbei an „Cathetral Cave“, der „Art Gallery“, „Hellhole Gore“ und wieder zurück. Ein Abstecher zum „Moss Garden“ ist auch noch drin. Auf unserem Weg machen wir wieder mal Bekanntschaft mit einer Python (auf die ich fast draufgetreten wäre) sowie einer weiteren (unidentifizierten) Schlange, die sich mit einem Hechtsprung knapp an Ingos Bein vorbei ins Gebüsch stürzt. All dem nicht genug, werden wir noch mit einem mittelschweren Steinschlag beglückt – ein bisschen Abenteuer muss schon sein!?! Nichtsdestotrotz genießen wir diese geniale Wanderung mit allen Sinnen. Wir können sowohl diese Tour im Speziellen als auch einen Abstecher in den „Carnarvon NP“ im Allgemeinen nur empfehlen. |
29.2.2000 – Genießen und bereuenMit Wehmut verlassen wir den NP und nehmen Kurs auf Roma. Leider können wir nicht ohne anzuhalten durch das Städtchen fahren, da unser Körper lebenswichtige Grundnahrungsmittel verlangt. Wir geben nach und verdrücken 6 Donats – schlechte Idee. Nach ca. 3 Stunden lassen auch die Bauschmerzen wieder nach. Mittlerweile haben wir uns schon bis Surat geschleppt. Dieser kleine Ort lockt mit einem interessanten Museum über lokale Geschichte und einer kostenlosen Camping- und Duschmöglichkeit. Zelten darf man in der Nähe des Flusses (neben einem Weingut) und die Duschen finden wir nach einigem Suchen und Fragen direkt im Ort. |
1.3.2000 – Hi-Tech zum AnfassenWir starten 8.00 Uhr von Surat Richtung St. George,
Nindigully, Moree, Narrabi zum „Mt. Kaputar NP“. Dieser NP lockt mit der |
2.3.2000 – Der Weltall, unendliche Weiten ...Einen Sonnenaufgang ganz besonderer Art dürfen wir heute auf unsere Diafilme bannen. Die riesigen Teleskopschüsseln werden sanft durch die ersten Sonnenstrahlen in den erwachenden Tag begleitet. Schnell ist das Zelt zusammengepackt und weiter geht die Reise über Coonabarabran zum „Warrambungle NP“. Dort ist die Besichtigung des anglo-australischen Teleskopes angesagt – ein sehr empfehlenswerter Besuch! Die Ausstellung wartet mit sehr vielen interessanten Informationen zum Thema Himmelskörper u.ä. auf. Wir fahren noch zum „Blackman Camping Area“, um den Rest des Tages wieder mal zu duschen, zu gammeln und natürlich zu essen. |
3.3.2000 – Küchenmesser im Wald !?!Heute ist mal wieder Bewegung angesagt. Unsere 15-km-Wanderung im „Warrambungle NP“ startet um 8.15 Uhr. Was uns etwas |
4.3.2000 – Die Muse in uns erwachtDirekt neben dem Caravanpark haben wir eine mittelgroße „Volkskunststube“ entdeckt. Nach einigem Nachfragen beim Betreiber dieser Werkstatt, Mr. Lewis Burns, haben wir seinen Geschäftssinn geweckt. Er bietet uns an, unter seiner Regie unsere eigenen Didjeridoos herzustellen. Obwohl wir für ca. 4h Eigenarbeit umrechnet 100 DM (pro Blasrohr) bezahlen dürfen, ringen wir uns dennoch zu dieser Investition durch. Wann hat man denn schon wieder so eine Möglichkeit – und außerdem wollen wir doch diesen Ureinwohner unterstützen (obwohl dieser nicht gerade aussieht, als würde er am Hungertuch nagen). Trotz der schweißtreibenden Bearbeitung des Holzrohrs macht die Herstellung des Didjeridoos riesig Spaß. Eine kurze Einführung in die Kunst, dem Didjeridoo einige (mehr oder weniger) wohlklingende Töne zu entlocken, ist im Preis inbegriffen. Um unsere Volkskunstsammlung noch zu vervollständigen, kaufen wir auch gleich noch einige Jagdwaffen mit Rückkehrgarantie. Den Abend nutzen wir, zum Leidwesen unserer Zeltnachbarn, um unsere heute neu entdeckten musikalischen Fähigkeiten weiter auszubauen ... |
5.3.2000 – Mt. BeautyDas schöne Wetter der letzten Tage setzt sich heute leider |
6.3.2000 – MasttagAm Morgen gönnen wir uns eine kurze 4-km-Wanderung durch dichten Wald um die nähere Umgebung um unsere Lagerstelle etwas genauer zu erkunden (habe ich so bei Karl May gelernt). Außerdem beruhigt das auch etwas unserer Gewissen bzgl. Bewegungsmangel der letzten Tage. Anschließend ist mal wieder eine kleine Einkaufstour in Mt. Beauty notwendig. Außerdem benötigen wir noch einige Informationen für unsere geplante Mt. Bogong – Tour. Vollgepackt brauchen wir uns nun keine Sorgen mehr machen womöglich zu verhungern. Den Nachmittag verbringen wir mit Sonnen, Lesen und Kekse essen bis zum Abwinken. Um etwas Stimmung in den Tag zu bringen, führt Ingo wieder mal Showkämpfe mit einheimischen Schlangen vor – ich bin begeistert. Vielleicht werden die Reptilien ja auch von unserem harmonischen Didjeridoospiel angelockt ?!? |
7.3.2000 – Blick über die AlpenGut gestärkt (d.h. noch vollgestopft vom Vortag) starten wir |
8.3.2000 – Kleine Alpentour9.00 Uhr ist Abfahrt über Mt. Buffalo, Myrtleford, Whitfield, Mansfield hoch bis in den Skitourismusort Mt. Buller Alpine Village. Der Ort selbst hat für uns nicht allzu viel zu bieten: Skigeschäfte, Skischulen etc. – mag sein, dass es hier im Winter spannender ist, aber jetzt im Sommer...gähn. Natürlich scheuen wir keine Mühen und Anstrengungen, um den 1804m hohen Mt. Buller zu besteigen (na gut – wir sind erst bei 1700 losgelaufen). Dafür ist das unsere bisher schnellste Bergbesteigung – nach 30 Minuten sind wir oben. Etwa 15 km unterhalb von Mt. Buller Alpine Village lassen wir uns auf einem gut gepflegten Picknickplatz nieder – zwar nicht fürs Zelten gedacht, aber zum Glück interessiert das hier niemanden. Wir haben noch ein wenig Zeit uns durch den 24iger Pack australischen Biers zu kämpfen. Trotz meiner Vorurteile muss ich eingestehen, dass die Australier ziemlich leckeren Hopfensaft zusammenbrauen. Nur Ingos Magen ist da etwas anderer Meinung – aber vielleicht waren auch die 3,2 Tonnen Chilly Con Carne zum Abendbrot etwas zu viel ... |
9.3.2000 – Summer in the cityAn dem kühlen Morgen fahren wir gleich nach Mansfield. Dank moderner Radiotechnik in unserem Fordi erfahren wir, dass Melbourne dieses Wochenende mit dem Start in die neue Formel 1 Saison aufwartet. Bisher hat mich dieses kommerzielle Renngetöse zwar überhaupt nicht interessiert – aber warum nicht mal ausprobieren. Schließlich ergibt sich diese Gelegenheit nicht allzu oft. Also auf in die Großstadt! Der Besuch Melbournes bietet sich in der Hinsicht an, da unser kleiner Fordi doch langsam die Hufe hochklappt. Für die zahlreichen Kilometer Buckelpiste bei 100 km/h ist das Gefährt scheinbar doch nicht konstruiert. Zum Glück finden wir (nach einigem Suchen) auch eine Filiale unserer Mietwagengesellschaft. Ohne Probleme (und zusätzliche Kosten) bekommen wir einen Ersatzwagen – welch Freude: wieder ein Ford Festiva )-: Nach einigen Wochen Natur sind die ersten Stunden in der lärmenden City eine Tortur für uns. Es ist heiß, laut, stinkig und stressig. Als besonderes Problem stellt sich die Suche nach einem Nachtquartier heraus. Bedingt durch den Grand Prix sind so gut wie alle Youth Hostels etc. belegt (davon mal abgesehen, dass die Preise für Unterkünfte diese Woche etwa doppelt so hoch sind wie sonst). Schließlich ergattern wir doch noch zwei Betten im „Elisabeth Hostel“ für 35A$ pro Person – keine Absteige, die man empfehlen könnte, aber was soll man machen. Auf unserer kleinen Sightseeingtour durch Melbourne sichern wir uns noch schnell die Karten für das freie Training (43 A$) am Freitag. Obwohl das Finale schon nicht schlecht wäre, entscheiden wir uns doch, nicht noch weitere 2 Tage unseres Urlaubs in der Großstadt zu verschwenden. Abends genießen wir die Vorzüge der modernen Zivilisation – Pizza Hut „Eat as much as you can“. Wir haben geschummelt und doppelt soviel gegessen. Das Motto: Bloß nicht bewegen, sonst platzt man. |
10.3.2000 – Motoren, Speed und heiße MädelsDank der zentralen Lage unserer Unterkunft sind wir schon
6.30 Uhr putzmunter. Wir checken fix aus, suchen uns ein Parkhaus für unseren |
11.3.2000 – RelaxFrüh's fahren wir recht zeitig los Richtung Gippsland Lakes Park bis Loch Sport. Wir schauen uns ein wenig um – ganz ok – und schon geht’s weiter nach Paradies Beach (wo wir auch übernachten). Den restlichen Tag verbringen wir mit Infos sammeln, Lesen und vor allem Sonnen. |
12.3.2000 – New South Wales hat uns wiederUnser Frühstück nehmen wir nach kurzer Fahrt in Sale ein. Weiter geht’s nach Bairnsdale. Es ist Sonntag und zum Glück haben wir etwas Zeit für einen Gottesdienstbesuch – leider habe ich kaum etwas verstanden. Aufgrund des trüben Wetters entschließen wir uns für die Weiterfahrt via Buchan, Suggan Buggan bis nach New South Wales. Kurz nach der „Landesgrenze“ lassen wir uns auf dem ersten Campingarea direkt am Snowy River nieder. Ein ausgiebiges Bad im Fluss belebt nach der vielen Fahrerei den Körper wieder– einfach phantastisch. Mit reichlich Essen, ein paar Bierchen und einem großen Lagerfeuer lassen wir den Tag ausklingen ... |
13.3.2000 – Basislager 1Dank der reichlichen Fütterung des vorabendlichen Lagerfeuers haben wir heute früh noch Glut – gute Gelegenheit für ein paar Toastbrotschnitten. Ein erfrischendes Bad im Fluss lässt den nötigen Hunger aufkommen. Gut gestärkt fahren wir zum Kosciuszko NP. Auf dem ruhigen Campsite Nqarigo installieren wir Basislager 1. Da wir schon die letzten Tage relativ inaktiv waren, wollen wir es heute auch nicht übertreiben. Lesen, essen und gammeln ist angesagt ... schließlich wollen wir morgen den höchsten Berg Australiens bezwingen! |
14.3.2000 – GipfelstürmerMajestätisch ragt das Bergmassiv
des Mt. Kosciuszko (2228m) vor uns in die Höhe (na ja, ein wenig viel Phantasie |
15.3.2000 – Wasserkraft purDer Morgen zeigt sich heute von seiner kühlen, aber sonnigen Seite. Unser Tagesziel ist die Stadt Cooma. Zwischendurch wollen wir uns aber wieder etwas Allgemeinbildung angedeihen lassen. Die Besichtigung des Wasserkraftwerks „Tumut 2“ steht auf dem Programm. Mit der Einfahrt tief in das Bergmassiv beginnt die sehr interessante Führung. Der größte Teil der Wasserrohre ist von außen überhaupt nicht sichtbar – fast alles passiert hier unterirdisch. Auch die riesigen Turbinen (zumindest der Teil, den man sieht) sind ziemlich beeindruckend. Wir haben noch die Gelegenheit zahlreiche andere technische Dinge und Informationsräume zu besichtigen, bevor der Berg uns wieder freigibt. Die Sonne empfängt uns mit ihrer ganzen Kraft. |
16.3.2000 – Wadbilliga National ParkDank genialer Tagesplanung fahren wir bei sehr schönem Wetter zum Wadbilliga NP. Unsere kleine 6-km-Wanderung zu den Tuross Falls und den Cascades starten wir dann im Regen ... diese beiden Ausflugsziele sind sicherlich nicht schlecht – bei schönem Wetter. Weil’s so schön war, entschließen wir uns auch gleich im NP zu übernachten. |
17.3.2000 – Die-Drei-an-einem-Tag-Nationalpark-TourHa – wer sagt’s denn! Wir nutzen den prächtigen Sonnenschein, um noch mal zu den Cascades zu laufen – schon besser. Wir wollen jedoch nicht den ganzen Sonnentag mit Bewegung verschwenden und holen uns bei einem ausgedehnten Bräunungsversuch einen ordentlichen Sonnenbrand ab. Gut durchgebraten fahren wir zum Deua NP, wandern fix zum „Big Hole“, einem 110 m tiefen Loch mitten im Wald, und starten durch bis zum Morton NP. Der Wog Wog Camping Area lädt zur Übernachtung ein – also bleiben wir. Uns bleibt noch etwas Zeit, um die etwas durchlässigen Zeltnähte wieder auf Vordermann zu bringen. Der Regen der letzten Tage war doch etwas zuviel für unsere Behausung. |
18.3.2000 – Ford: Qualitätskontrolle: bestandenBewegung tut Not. Eine 18-km-Tour zu einem kleinen Bergchen soll Abhilfe schaffen. Nach einigen Stunden Wanderung durch unzählige Schlammlöcher und fast undurchdringliches Gebüsch schleppen wir uns total verdreckt und zerkratzt wieder zum Zeltplatz. Dieser hat sich mittlerweile zum Parkplatz für zahlreiche Autos verwandelt. Wir packen schnell unseren Kram zusammen und flüchten zum Bungonia NP. Die Fahrt dorthin ist schon ein Erlebnis für sich. Ein Wunder, dass der neue Fordi bei der extremen Gravel Road nicht gleich alle Viere von sich gestreckt hat. Wir übernachten auf dem Zeltplatz direkt am Eingang des NP’s (was anderes bleibt uns dort auch nicht übrig). Der Vorteil dieses Campgrounds – eine riesige, rustikale Küche/Aufenthaltsraum mit integriertem Kamin. |
19.3.2000 – Erlebniswanderung CanyonkletternNach einem sehr ausgedehnten Frühstück starten wir 9.00 Uhr eine 10-km-Wanderung im Bungonia NP. Für den Abstieg entscheiden wir uns zugunsten des rot markierten Trecks. Dieser führt uns (fast) direkt in den 400m tiefer liegenden Canyon. Es ist zwar eine ganz schöne Kletterei - jedoch nur anstrengend, nicht gefährlich. Die Kletterparty durch den Canyon ist einfach nur genial. Wir hatten selten soviel Spaß beim Wandern! Nach der Durchquerung heißt es jetzt wieder 400m nach oben. Auf engen Serpentinen starten wir die Tortur bei brütender Hitze. Obwohl sich auf dem Anstieg sicher einige Liter Wasser den Weg durch unsere Poren bahnen, genießen wir diese Anstrengung mit allen Sinnen (Anmerkung: Wir sind nicht masochistisch veranlagt!). Wer sich diese Wanderung entgehen lässt, muss sich damit abfinden wirklich was verpasst zu haben! Oben angekommen erwartet uns auch schon ein heftiges Gewitter. Trotz leichten Dauerlaufs können wir es nicht vermeiden, dass der Wasserspiegel in den Schuhen unaufhaltsam steigt – und dabei sind die Füße noch die trockensten Stellen an unserem Körper. Jetzt kommen erst die Vorteile des Kaminzimmers richtig zum Tragen! Da wir, umsichtig und konzentriert wie wir sind, das Zelt heute mal nicht richtig verschlossen haben, hängen wir unsere durchnässten Schlafsäcke gleich mit neben den Klamotten am Kamin auf. Was wir, dank integrierter Küche, den restlichen Tag veranstalten, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen ... |
20.3.2000 – WaterworldEs scheint, dass sich an das
Gewitter vom Vorabend gleich noch ein Dauerregen angeschlossen hat. Wir fahren |
21.3.2000 – DiätprogrammDie Luftfeuchtigkeit ist immer noch recht hoch, d.h. es schüttet schon die ganze Nacht hindurch. Erstaunlicherweise ist das Zelt noch so gut wie trocken (zumindest von innen). Die Route führt uns heute via Oberon nach Bathurst. Angeregt durch den Namen der Stadt begeben wir uns auf Nahrungssuche. Pizza Hut bietet wieder mal Rettung – nach einigen Stunden intensiver Energiezufuhr schleppen wir uns mit Magenkrämpfen zum Auto. Mittlerweile kennen wir unseren Körper schon besser. Kein Grund zur Sorge – nach ca. 120 Minuten lässt der Schmerz wieder nach und nach 3 Stunden sind erste Bewegungen wieder möglich. Wir übernachten auf einem Campingplatz in Bathurst. Bei Regen ist das gebotene Kulturprogramm in Form von TV eine willkommene Abwechslung. |
22.3.2000 – The RaceScheinbar kann uns die Sonne nicht mehr so richtig leiden – oder positiv gedacht: Die Wolken und der Regen können von uns gar nicht genug bekommen. Wir schauen uns ein wenig in Bathurst um. Die Stadt sieht sich selbst als ein Zentrum des Rennsports. So nennt sie auch eine Motorrennstrecke ihr eigen. Wir haben Glück, denn für heute hat sich ein Oldtimerclub die Strecke gemietet und veranstaltet eine Highspeed-Racingveranstaltung. Mit fast 40 km/h quälen sich die Autos den Berg hinauf – runter geht’s dafür schneller. Trotzdem ein interessanter Lichtblick bei diesem S..wetter. Nachmittags statten wir einer Eukalyptusfarm einen Besuch ab. Ganz nett – besonders da es langsam Zeit wird, an die Souvenirs zu denken. Unser Zelt schlagen wir in der Nähe von Hampton irgendwo im Wald auf. |
23.3.2000 – Kanangra WallsDie Schadenfreude treibt mich heute aus dem Schlafsack – Ingo wird 28 und ist damit der Rente schon wieder ein ganzes Stück näher gerückt. Wir fahren gleich früh Richtung „Kanangra Walls“, um dort erstmal richtig zu frühstücken. Bei relativ schönem Wetter genießen wir eine geniale Wanderung mit phantastischen Ausblicken. Seit langem haben auch die beiden EOS wiedermal richtig zu tun. Leider zieht es gegen Mittag hin schon wieder zu und wir fahren, mit Zwischenstop bei den „Jenolan Caves“, nach Blackheath. Bei „Perry’s Lookdown“ stellen wir das Zelt auf (unterstützt von strömendem Regen). Nach etlichen Versuchen und Stunden später gelingt es uns sogar (mit nur wenigen künstlichen Tricks) ein gewaltiges Lagerfeuer zu entfachen – was soll schon ringsum anbrennen (bei 193% Luftfeuchtigkeit). |
24.3.2000 – Lookout-TourHeute fahren wir nahezu sämtliche Lookouts („Three Sisters“ etc.) in den Blue Mountains ab, um wenigstens das Gefühl zu haben dabei gewesen zu sein. Immerhin finden wir auf den Parkplätzen immer noch kleine Lücken für den Fordi (zwischen den tausend Reisebussen). Ansonsten sind die Lookouts schon zu empfehlen (wenn man den Anspruch auf ein Naturerlebnis mal etwas zurückstellt). Am Nachmittag fahren wir via Springwood, Windsor nach Colo. |
25.3.2000 – Amphibienfahrzeug Made by FordFür den Vormittag verordnen wir unseren Körpern zur Abwechslung mal wieder etwas Bewegung. Bei leicht trübem Wetter wandern wir den „Bob Turner Treck“ ab. Von vereinzelten Blutegelattacken mal abgesehen gibt es keine weiteren Zwischenfälle. Um uns von dieser Anstrengung zu erholen springen wir anschließend gleich in unseren Luxusschlitten und fahren zum „Weeny Creek Camping Area“. Allerdings muss der Fordi vorher noch ein kühles Bad bei der Flussdurchquerung über sich ergehen lassen (wenigstens sind die Türen dicht). Das Zelt stellen wir direkt neben dem Fluss auf – einen schöneren Platz gibt es kaum. Von Fraser Island mal abgesehen, würde ich diesen Lagerplatz zum Besten unserer ganzen Reise küren. Es ist grün, ruhig und man sitzt mitten in der Natur. Das müssen wir erstmal richtig bei einem Lagerfeuer, Essen und Bier genießen. |
26.3.2000 – Nur nicht überanstrengen!Endlich wieder Sonne pur! Wir unternehmen eine kleine Wanderung am Fluss entlang und erholen uns den restlichen Tag davon. Der Fluss lädt zum Baden ein und die Sonne wartet auch schon sehnsüchtig darauf, unseren Körpern eine australientypische Farbe zu verpassen (nicht umsonst heißt er der rote Kontinent). Weil es uns hier so gut gefällt, bleiben wir noch eine Nacht hier – schließlich sind wir ja im Urlaub (noch). |
27.3.2000 – UrlaubsendpanikNach anfänglichem Frühnebel gewinnt die Sonne die Oberhand. Wir fahren nach St.Albans, Wisemans Ferry, Woy Woy, Gosford und schließlich bis nach The Entrance (wo wir schon mal am 8.2. gestoppt haben). Wir entscheiden uns auch für den gleichen Zeltplatz (der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier). Langsam aber sicher kommt die unangenehme Urlaubsendpanik auf. Doch wir tragen den Schmerz mit Würde. |
28.3.2000 – Das große GammelnWir haben uns so langsam ans Nichtstun gewöhnt und verbringen deshalb den Tag mit Baden, Sonnen und Essen. Allerdings müssen wir zu unserer Verteidigung erwähnen, dass wir uns doch noch abends ins Auto gesetzt haben und noch 30 km bis zum „Freemanns Park Camping Area“ gefahren sind. Schließlich braucht das Auge etwas Abwechslung. |
29.3.2000 – Olympia 2000Nach dem rituellen Abbaden im herrlich warmen Südpazifik führt uns die letzte Fahrt (mit dem Fordi) zurück nach Sydney. Im Caravan Park des Lane Cave NP (nur einige Kilometer von Sydney entfernt) dürfen wir unser Gepäck für einen Tag unterstellen. Anschließend geht’s auf in die City. Da wir uns das Zentrum selbst für den kommenden Tag vorgenommen haben, fahren wir recht schnell weiter zum Olympiapark. Den restlichen Tag verbringen wir mit der Besichtigung der Sportanlagen (zumindest derer, für die nicht extra Eintritt verlangt wird). Schon ziemlich eindrucksvoll, doch leider werden wir zur Eröffnung der Spiele schon wieder in Deutschland sitzen )-: Am nächsten Tag müssen wir uns vom Fordi trennen. Deshalb fahren wir schon am späten Abend zum Airport und übernachten ein letztes Mal in unserer Limousine (auf dem Parkplatz des Flughafens). |
30.3.2000 – SightseeingtourErstaunlicherweise halten sich die erwarteten Schmerzen nach einer Nacht im Auto in Grenzen. Nichtsdestotrotz müssen wir uns heute früh von dem Wagen trennen. Wir sind etwas verwundert, dass das Auto ohne jegliche Beanstandung zurückgenommen wird. Wenigstens haben wir es vorher noch gründlich waschen lassen – schließlich braucht ja nicht jeder (vor allem nicht die Mietwagengesellschaft) zu wissen, dass wir das Gerät über die Gravel Roads gejagt haben. Mit dem Bus fahren wir anschließend ins Zentrum von Sydney. Wir genießen den phantastischen Ausblick vom Sydney Tower, bummeln etwas im Hyde Park und in der City umher und investieren natürlich noch etwas in den Aufbau von Körpermasse (beim Chinesen). Abends fahren wir mit der S-Bahn zum Caravan Park, holen unsere eingelagerten Sachen ab und fallen erschöpft in die Schlafsäcke (obwohl – bei der Hitze eher darauf). |
31.3.2000 – Harbor Bridge, The Rocks, Opernhaus ...Der 3. Tag Sydney steht an. Wir
spazieren gemütlich durch den Lane Cave NP bis zur Railway Station. Im Park
wimmelt es nur so von Papageien und anderem Getier. Für die Australier scheint |
1./2.4.2000 – Say good bye and hallo ...Trotz der bevorstehenden Abreise lassen wir uns den Appetit am Frühstück nicht nehmen. 11.00 Uhr ist es dann doch soweit – wir brechen Richtung Airport auf. Gerade noch festen australischen Boden unter den Füßen und schon sind wir dabei diesen herrlichen Kontinent wieder zu verlassen. 15.40 Uhr startet unser Flugzeug in Sydney, 1.45 Zwischenlandung in Bangkok, 3.15 weiter nach London (15.30) und nach 1 ½ stündigem Aufenthalt geht’s schließlich nach Berlin-Tegel. Zum Glück werden wir von unseren lieben Freundinnen schon erwartet ... so können wir wenigstens vorübergehend den Schmerz über das Ende dieses Traumes vergessen. |
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Viele Grüße & Bis bald mal wieder ... |